7 Leadership Prinzipien aus dem Porsche Motorsport

Im Motorsport ist das wichtigste Kriterium für den Erfolg: Speed! Dieses Prinzip lässt sich aber auch auf die heutigen Unternehmen übertragen. Denn sie müssen um wettbewerbsfähig zu bleiben nicht nur effizient arbeiten, sondern auch Veränderungen frühzeitig erkennen und sich an diese veränderten Rahmenbedingungen anpassen. Doch wie gelangt man zu Speed? Porsche hat dazu 7 Leadership Prinzipien entwickelt, die sich ohne weiteres auch in einer Unternehmenskultur übernehmen lassen.

„Gegenseitiges Vertrauen ist Basis für Speed“

Von der Produktidee eines Autos bis zum Fahren auf der Rennstrecke ist es ein langer Weg, indem viele verschiedene Menschen beteiligt sind. In so einem komplexen System bedarf es an Vertrauen, denn keiner ist in der Lage sich in jedem Thema so gut auszukennen, dass er alle Arbeitsschritte alleine ausführen kann. Man muss erkennen, dass jeder eine bestimmte Aufgabe innerhalb dieser Kette hat. Bei allen anderen Prozessschritten muss man darauf vertrauen, dass die anderen genau wissen was sie machen.

„Jeder und alles dient dem gemeinsamen Zielen“

Innerhalb eines Teams muss man manchmal seinen Egoismus zurückstellen, um das gemeinsame Ziel zu erreichen. Wenn es um das 24h-Lemains Rennen geht, dann kann es schon sein, dass ein Rennfahrer seinen Wunsch das Rennen zu gewinnen nicht erfüllen kann, wenn es den Sieg der Marke Porsche gefährden würde.

„'Garagen' fördern eine schnelle Lösungsfindung"

Um schnell an eine Lösung zu kommen ist es sinnvoll sich mit den Leuten zusammen zu setzen, die dasselbe Problem haben. Garagen stellen eine funktionale Aufteilung der Räumlichkeiten dar, indem Laufwege minimiert werden und ein direkter Austausch stattfinden kann. Führungskräfte haben die Aufgaben diese Garagenmentalität in der Unternehmenskultur zu etablieren. Auch der Wechsel der Teamformationen kann Innovationskraft hervorrufen.

„Nicht jeder kann (immer) Speed“

Nicht nur im Motorsport sind Mitarbeiter hohen Belastungen ausgesetzt. Um den Druck dauerhaft standhalten zu können, ist es die Aufgabe der Führung auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Mitarbeiter einzugehen. So kann man bspw. Durch verschiedene Arbeitszeitmodelle auf die individuellen Regernationszeiten Rücksicht nehmen.

„Emotion-Cycles ermöglichen Regeneration und Hochleistung“

Jeder Mensch geht mit Erfolg und Niederlagen anders um. Wichtig ist es jedem genügend Freiraum zu gewährleisten, um seine Emotionen zu verarbeiten. Regelmäßige Meetings sind dabei eine gute Möglichkeit um Fortschritte gemeinsam zu feiern aber auch Probleme anzusprechen, um gemeinsam an einer Lösung zu arbeiten.

„Zwei Welten sind transparent zu trennen – Innovation und Execution“

Aufgabe von Leadership ist es eine Fehlerkultur klar zu definieren und sie dabei in 2 Phasen zu trennen:

  1. Im laufendem Geschäft sollte man höchst effizient arbeiten und Fehler strikt vermeiden
  2. Bei Innovationen ist es in Ordnung Fehler zu machen, denn dadurch kann Raum für Innovationen und Kreativität geschaffen werden

„Speed bedeutet nicht immer 'Vollgas' “

Speed führt nur zu Erfolg, wenn es kurzfristig stattfindet, denn langfristige Bemühungen können schnell zur Überforderung der Mitarbeiter führen. Eine gemeinsame Teamleistung sollte durch die Führung honoriert werden, keine Aufopferungen einzelner Personen.

Quelle: OE 03/2018, Prof. Dr. Heike Bruch und Dr. Stefan Berger, Das Konzept „Speed“ - Sieben Leadership Prinzipien aus dem Porsche Motorsport

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